Hebammensuche per Mausklick

Online-Plattform für Bremen und Bremerhaven jetzt in acht Sprachen

Die Online-Plattform für die Hebammensuche ist angelaufen. Mit dem neuen Internetangebot soll schwangeren Frauen die Suche nach einer Hebamme in Bremen und Bremerhaven erleichtert werden. Frauen können auf der Internetseite sofort sehen, welche Hebamme noch freie Kapazitäten hat.

Das Angebot gibt es jetzt in acht Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Polnisch und Russisch. Die Seite wurde von der Gesundheitssenatorin gemeinsam mit dem Hebammenlandesverband Bremen und der ZGF – Bremische Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau – entwickelt.

Das Internetportal zeigt ein differenziertes Angebot der Hebammenleistungen stadteilbezogen und mehrsprachig an. Freiberufliche Hebammen werden dadurch besser erreicht. Senatorin Quante-Brandt: „Mit einer Vermittlungsstelle für Hebammen im Internet können Frauen und Paare schneller Informationen über Angebote und Verfügbarkeiten erhalten und somit selbst aktiv werden, um eine Hebamme in ihrem Umfeld zu finden.“

Die Erfahrungen aus anderen Großstädten zeigen, dass die Frauen und Paare in der Regel das Internet nutzen, um sich über die Angebote freiberuflicher Hebammen zu informieren. Ergänzend dazu wird ab August eine telefonische Beratung eingeführt, in der werdende Eltern Informationen erhalten und Fragen stellen können.

Die Seiten sind unter folgenden Adressen zu finden:

www.hebammensuche-bremen.de und www.hebammensuche-bremerhaven.de.


Hebammenberuf geht vollständig an die Hochschule

Hebammenverband begrüßt Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums

Das Bundesgesundheitsministerium hat aktuell mit einem Referentenentwurf die Umsetzung der vollständigen Akademisierung des Hebammenberufs in Form eines dualen Studiums bestätigt. 
Zukünftig werden alle Hebammen nur noch an Hochschulen ausgebildet. Wir begrüßen dies ausdrücklich und freuen uns, dass zahlreiche unserer Vorschläge aufgenommen wurden. 

Es soll eine bestmögliche praktische Ausbildung mit einer angemessenen Finanzierung gewährleistet werden. Hebammen werden während ihres gesamten Studiums eine Vergütung erhalten, die von den Krankenkassen finanziert wird. 
Die Studiengangleitungen werden von Hebammenwissenschaftlerinnen übernommen.

Das Herzstück des Hebammenberufs–die selbständige und eigenverantwortliche Versorgung von Frauen rund um die Geburt –wird mit den neuen Studienzielen bekräftigt.
Der hohe Stellenwert von Hebammen als den Expertinnen für Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wird für die gesundheitliche Versorgung anerkannt und die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe als wichtige Aufgabe bestätigt

Erklärung zur Situation in der Frauenklinik im Josef-Hospital in Delmenhorst

Mit großer Besorgnis nehmen wir den Umgang mit der Chefärztin der Frauenklinik des Josef-Hospitals, Frau Dr. Lüdemann, zur Kenntnis.

Die fachliche Kompetenz von Frau Dr. Lüdemann ist weit über die niedersächsischen Grenzen hinaus bekannt und geachtet. So gehört Frau Dr. Lüdemann zu den wenigen Expertinnen die zur Zeit in der Leitlinienkommission an der AWMF S3 Leitlinie „Die vaginale Geburt am Termin“ und „Die Sectio caesarea“ mitarbeitet.

Ihren großen geburtshilflichen und gynäkologischen Kenntnissen und dem guten Ruf der von ihr geleiteten Frauenklinik ist es zu verdanken, dass sie trotz Insolvenzverfahren und Fachkräftemangel viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Oldenburg und Bremen für das Josef-Hospital gewinnen konnte.

Dass jetzt zahlreiche Hebammen und Ärztinnen/Ärzte gekündigt haben (wir gehen davon aus, dass weitere folgen) und damit absehbar ist, dass die Abteilungen der Frauenklinik ab April nicht mehr aufrecht erhalten werden können, betrachten wir mit ausgesprochen großer Sorge.

Uns sind die Hintergründe Ihrer Entscheidung nicht bekannt, aber wir möchten Sie darauf hinweisen, dass ein Verlust von so vielen Mitarbeiter*innen bei dem momentanen Arbeitsmarkt in absehbarer Zeit nicht zu kompensieren ist. Alleine im Land Bremen sind zur Zeit 19 Hebammenstellen unbesetzt. Auch können weder die Frauenkliniken in Oldenburg noch in Bremen die 950 Geburten pro Jahr auffangen.

Für uns ist unverständlich, besonders vor dem Hintergrunde in der sich das Josef-Hospital zur Zeit befindet, wie eine sehr gut funktionierende Frauenklinik bewusst in eine Katastrophe gesteuert wird.

Wir fordern Sie auf, Ihre Entscheidungen mit allen Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung von Frauen und Neugeborenen der Region Delmenhorst zu überprüfen und gegebenenfalls Ihre Entscheidung zu revidieren.

28.12.18

Dr. Kerstin Schwarzer, Landesvorsitzende des Berufsverband der Frauenärzte e.V., Bremen Hebammenverband Niedersachsen e.V.
Hebammenlandesverband Bremen e.V.
Bremer Bündnis natürliche Geburt

Dr. Wladimir Pauker, Klinikdirektor, Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Klinikum Bremen-Nord gGmbH
Dr. Torsten Frambach, Chefarzt der Frauenklinik St. Joseph-Stift, Bremen