Bundesrat stimmt Hebammenreformgesetz zu!

Was gestern noch fraglich erschien, ist heute wahr geworden: Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung zugestimmt! Das bedeutet: kein Vermittlungsausschuss und auch kein weiterer Zeitverlust. 
Damit dürfen wir ein historisches Datum in der Geschichte des Hebammenberufes in Deutschland feiern.

Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Anschließend wird es im Bundesgesetzblatt verkündet. Das Gesetz soll überwiegend zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Wir freuen uns sehr und danken allen, die sich mit uns und an unserer Seite für das neue Hebammengesetz stark gemacht haben! Unsere Gratulation geht auch an Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich im DHV. 
Jetzt geht es an die Umsetzung – wir sind in Bremen mit voller Kraft dabei.

Weitere Informationen zu der Entscheidung finden Sie im Newsletter des Bundesrates: Zum Newsletter

Wir wollen es schriftlich: Gute Geburtshilfe muss gesetzlich verankert werden!

Damit die individuelle und sichere Betreuung von Frauen während der Geburt in Deutschland vom Glücks- zum Regelfall wird, brauchen wir ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Rheinland-Pfalz bringt jetzt als erstes Bundesland eine Bundesratsinitiative ins Rollen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, zeitnah einen Entwurf für ein Geburtshilfestärkungsgesetz vorzulegen, um die Arbeitsbedingungen und die Personalausstattung im Bereich der Geburtshilfe zu verbessern.

Auch im Land Bremen brauchen eine grundlegende Veränderung. Deshalb fordern wir unsere Landesregierung auf, die von Rheinland-Pfalz auf den Weg gebrachte Bundesratsinitiative zu unterstützen!

Der Deutschen Hebammenverbandes (DHV) hat bereits im vergangenen Jahr den Anstoß für ein bundeseinheitliches Geburtshilfe-Stärkungsgesetz gegeben, damit eine Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Hebamme für Frauen und Familien auch in Kliniken Standard wird. Um die Arbeitssituation zu verbessern, hat der DHV zwölf Thesen für eine gute klinische Geburtshilfe entwickelt.

Informieren Sie sich hier auf der Seite des Gesundheitsministeriums Rheinland-Pfalz.

Vereinbarung zur Zusammenarbeit in einer Regierungskoalition

für die 20. Wahlperiode der Bremischen Bürgerschaft 2019-2023 von SPD, Grüne und Linke

Geburtshilfe und Hebammenarbeit stärken und aufwerten

Wir verpflichten uns zur Umsetzung des nationalen Gesundheitsziels „Gesundheit rund um die Geburt“ auf Landesebene. Medizinisch unnötige Kaiserschnitte sollen weiter reduziert werden. 
Wir treten weiterhin für die Verbesserung der Vergütung und Arbeitsbedingungen von Hebammen ein. 
Wir werden den laufenden Aufbau eines Studiengangs für Hebammen zügig vorantreiben und uns für Programme zur Nachqualifizierung einsetzen, damit das Land Bremen ein attraktiver Standort für Hebammen wird und mehr qualifizierte Praxisanleiter*innen gewonnen werden können. 
Die hebammengeleitete Geburtshilfe wird in der Stadtgemeinde Bremen durch die Implementierung von hebammengeleiteten Kreißsälen an Kliniken ausgebaut. 

Die Absicherung von Beleghebammen über die Haftpflichtversicherung der Kliniken wird geprüft. Die ambulante Versorgung von Schwangeren an Wochenenden und Feiertagen wird gestärkt, dabei helfen auch mobile Angebote. 
Wir unterstützen den Aufbau von Hebammenzentren für unterversorgte Stadtteile. 
In Zeiten steigender Geburtenzahlen und vermehrter Schließungen von Geburtskliniken im niedersächsischen Umland sind wir auf ausreichende Kapazitäten und Qualitätsstandards in Bremen angewiesen. Wir setzen uns für eine wissenschaftliche Bewertung der Frühchenversorgung im Land Bremen ein. 
Es ist uns ein Anliegen, individuelle Problemlagen von Familien rechtzeitig zu erfassen. Dies kann z.B. durch Präventionsketten gegen Kinderarmut geschehen. Eine Stärkung der frühen Hilfen und der Ausbau von Angeboten der Eltern‐ und Familienbildung sind für uns zentrale Bausteine, um Familien zu stärken und Kinderarmut zu bekämpfen. Die Stellen der Familienhebammen beim Gesundheitsamt werden deshalb ausgebaut.