Salon Bremen am 14. November – Gutes Gebären in Bremen

Hauptsache draußen?! Gutes Gebären in Bremen: Wie wünschen sich werdende Eltern die Geburt ihrer Kinder?

Überfüllte Kreißsäle, Hebammenmangel und eine hohe Kaiserschnittrate: Das ist die Realität in Bremer Geburtskliniken. Doch wie wünschen sich werdende Eltern die Geburt ihrer Kinder? Und was brauchen Ärzt*innen und Hebammen, um ihnen diese Wünsche zu erfüllen?

Darüber diskutieren:
Kim-Nikoline Kraul, Mitgründerin der Expedition Lebensstart
Carsten Oberhoff, Chefarzt Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Links der Weser, Mitglied im Bremer Bündnis natürliche Geburt
Kristina Richardt, niedergelassene Gynäkologin in Bremen
Heike Schiffling, Vorsitzende des Bremer Hebammenverbandes und Mitglied im Bremer Bündnis natürliche Geburt

Moderation: Eiken Bruhn, Redakteurin der taz bremen

wann: Dienstag, 14. November, 19:30 Uhr
wo: Kioto im Kulturzentrum Lagerhaus, Schildstraße 12-19, Bremen
Eintritt frei

 

Hier geht es zum Artikel der taz zu diesem Thema »

Unsere Hebammen kommen nach Bremen

Am Dienstag, den 05.09.17, von 14:00–17:00 Uhr kommt die „Unsere Hebammen Deutschlandtour 2017“ auf den Bremer Domshof!

Unsere Hebammen kommen nach Bremen

Wir informieren über uns und unsere Forderungen an die künftige Bundespolitik. Gemeinsam mit Vertretern der Politik sprechen wir z. B. über:

  • Wie sichern wir Hebammenversorgung in den nächsten Jahren?
  • Wie können uns Politikerinnen und Politiker unterstützen?
  • Was sehen die Wahlprogramme der Parteien vor?

Weitere Informationen zu unserer Aktion findet ihr auf » dem Ankündigungsplakat oder unter » unsere-hebammen.de/tour-2017.

Um 15:45 Uhr wird zudem ein Flashmob stattfinden! Wie ihr mitmachen könnt? Schaut euch unserer Video an und seid dabei!

Wir freuen uns auf rege Teilnahme und interessante Gespräche!

Übrigens: Den Hebammenlandesverband Bremen gibt es jetzt auch auf Facebook! Lasst uns doch einen „Like“ da!
» facebook.com/HLVBremen

Aktuelle Stunde in der Bürgerschaft zum Thema Beleghebammen

Am Mittwoch, den 14.06.2017, fand in der Bremer Bürgerschaft eine von der Linke angeregte Aktuelle Stunde zum Thema „Beleghebammen in Bremen“ statt. Drei Vorstandskolleginnen des Landesverbandes und eine der betroffenen Beleghebammen waren da, um zu hören, wie mit dem Thema umgegangen wird.

In der Debatte herrschte Einigkeit unter allen Parteien, dass wir ein wichtiger Berufsstand sind, dass die Entlohnung nach wie vor schlecht ist, dass das Haftungsproblem über einen Haftungsfond zukunftssicher gelöst werden muss, dass die 1:1 Betreuung anzustreben ist, dass der DRG für eine Spontangeburt zu niedrig ist und und und.
Davon alleine können wir uns nichts kaufen. Durch die Gespräche, die Heike Schiffling in den letzten Tagen vor der Debatte und im Anschluss der Debatte noch mit der Senatorin und einigen Mitgliedern der Bürgerschaft fast aller Parteien geführt hat, werden folgende Punkte konkreter:
  • die Senatorin lässt den Haftpflichtvertrag der Geno prüfen, ob die Beleghebammen zukünftig dort nicht inkludiert werden können (sollte das gelingen, bräuchten die Belegerinnen nicht unbedingt einen eigenen Haftpflichtvertrag und evtl könnte sich unter dieser Voraussetzung wieder ein Team finden)
  • am 21. und 22. Juni 2017 tagt in Bremen die Gesundheitsministerkonferenz, Senatorin Quante-Brandt hat den Vorsitz und hat versprochen, das Thema Hebammen dort auch zu bearbeiten
  • in den nächsten Wochen treffen sich die gesundheitspolitischen Sprecher/Minister der CDU mit Bundesminister Gröhe in Berlin. Rainer Bensch (CDU, Bremen) hat versprochen das Thema Hebammen dort auch auf die Tagesordnung zu setzen
  • für Anfang August wird ein Treffen mit der Senatorin und dem Hebammenlandesverband geplant, in dem es um die Möglichkeit eines Studienstandortes in Bremen oder Niedersachsen/Bremen geht und um die Dinge, die im Vorfeld alle geklärt werden müssten
  • nach der Auswertung der Abfrage der freiberuflichen Hebammen (die ein Teil des Gesundheitsberufemonitoring ist) wird es zu einem weiteren Treffen kommen, evtl zusammen mit den Krankenkassen, um über geeignete Maßnahmen nachzudenken (hier gibt es z.B. Überlegungen, das „Ansiedeln“ von Hebammenpraxen in schlecht versorgten Gebieten zu fördern) Deshalb bitte alle mitmachen! (https://surveys.bigsss-bremen.de/index.php?r=survey/index&sid=897182&lang=de )
Folgende Themen wurden am Rande angesprochen:
  • die fehlende Übernahme der Betriebskosten für Hebammenpraxen (die von uns vorgeschlagene Änderung des SGB V dazu, wird noch einmal mit den Vertretern der SPD und CDU erörtert)
  • zu hoher Einstiegsbeitrag von zur Zeit 360 € in die gesetzliche Krankenversicherung (für gering verdienende Soloselbständige)
  • die grundsätzliche Problematik der geringfügigen Beschäftigung

Aus für Beleghebammen in Bremen

Schwangere in Bremen können ab Juli nicht mehr mit der Unterstützung einer Beleghebamme entbinden. Die Hebammen stellen zu Juli ihre Geburtshilfe ein. Der Grund sind gestiegene Versicherungskosten.

Bericht Weser Kurier vom 5.06.17   Sabine Doll

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-stadt_artikel,-aus-fuer-beleghebammen-in-bremen-_arid,1608895.html

Studierende präsentieren Konzepte für die Hebammenversorgung von morgen

Abschlusssymposium des Masterstudiengangs Public Health – Gesundheitsversorgung, -ökonomie und -management der Universität Bremen am 27.01.2017 im Haus der Wissenschaft

Vier Studierende des Masterstudiengangs Public Health an der Uni Bremen haben über 15 Monate für den Hebammenlandesverband Bremen ein Konzept erarbeitet, wie die Versorgung der (werdenden) Eltern durch die Vernetzung der Hebammen optimiert werden kann.

Die Wünsche und Ideen der Bremer Kolleginnen und die Gedanken des HLV Bremen haben die Konzepterstellung beeinflusst und wurden mit wissenschaftlichen Methoden bearbeitet.

Die Ergebnisse wurden am 27.01.2017 in einem Abschlusssymposium im Haus der Wissenschaft feierlich präsentiert, ebenso auf der Mitgliederversammlung im Februar und auf dem Kongress “Armut und Gesundheit“ in Berlin.

Wir danken den Studierenden herzlich für ihren Einsatz, ebenso den Kolleginnen, die an der Bedarfserhebung und dem Gruppeninterview teilgenommen haben!

Wir werden diese Studienarbeit nutzen, um an einer konkreten Umsetzung von Hebammenversorgung, die im Stadtteil angebunden sein soll, zu arbeiten.

Falls Ihr Interesse habt, mit Kolleginnen zusammen praktische Ideen für eine vernetzte Arbeit im Team zu entwickeln, freuen wir uns, wenn Ihr Euch bei uns meldet!

Die Akademisierung der Hebammen kommt!

Am 16.012.16 haben wir uns mit Veronika Bujny und Hilke Schauland vom Hebammenverband Niedersachsen in unserer Geschäftsstelle getroffen. Wir haben gemeinsam über die Umsetzung der Vollakademisierung der Hebammenausbildung in unseren Bundesländern diskutiert und beschlossen, das Thema gemeinsam weiter zu verfolgen. Die Umsetzung muss bis zum 18.01.2020 vollzogen sein!

Hebammenwesen ist Immaterielles Kulturerbe

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat heute das Hebammenwesen in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. In diesem Verzeichnis soll die Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in und aus Deutschland sichtbar gemacht werden.

Die Tätigkeit von Hebammen ist eine der ältesten Berufstechniken der Menschheit. Ihre Aufnahme in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt ihre historische und aktuelle Bedeutung. Die Deutsche UNESCO-Kommission begründet Ihre Entscheidung mit dem über einen langen Zeitraum erworbenem Wissen im Umgang mit der Natur und dem Leben: „Dass dieses Wissen und Können auch dann abrufbereit und einsatzbereit ist, wenn die technische Infrastruktur der Medizin nicht verfügbar ist, überzeugt von seinem Charakter als Immaterielles Kulturerbe.

Die große Breite des Hebammenwissens, das sich über Geburtsvorgänge, Kindesentwicklung, Naturheilkunde, Akupressur, Massage usw. erstreckt, ist beachtlich. Das Hebammenwesen vereint verschiedene Kulturtechniken und besitzt einen hohen sozialen und kulturellen Wert, der sich in der engen Begleitung werdender Mütter vor, während und nach der Geburt ausdrückt.“