Das internationale Jahr der Hebammen

Liebe Kolleg*innen,

es ist das internationale Jahr der Pflege und der Hebammen, ein Jahr Pandemie liegt hinter uns,
systemrelevante Berufe sind in aller Munde
es stehen dieses Jahr große Entscheidungen an!

Das sind nur einige Gründe, warum wir für Aufmerksamkeit für den Berufsstand der Pflege und der Hebammen sorgen wollen.

Wir möchten dem Beruf der Pflege und der Hebammen Gesichter geben. Dafür brauchen wir Eure Mithilfe. Schickt uns ein Video von Euch. Wir schneiden aus den eingegangenen

Videos einem Film und nutzen die sozialen Medien zur Verbreitung des Films und der ent- standenen Bilder.

Vervollständige kurz und knapp (!) die unten stehende Sätze:

1. Mein Vorname ist… und ich bin seit…. Jahren ……von Beruf.
2. Mich motiviert am meisten in meinem Beruf …
3. Diese drei Fachkompetenzen brauche ich am häufigsten …
4. Ich brauche, um gut und noch lange in meinem Beruf zu arbeiten …

Wir freuen uns, über viele verschiedene Aufnahmen, Eurer Fantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ladet Eure Videos bis zum 10.04.21 unter https://wetransfer.com hoch und fügt unsere E-Mail-Anschrift info@hebammen-bremen.com und Eure E-Mail-Anschrift ein. Dann brauchen wir nur noch Eure Einverständniserklärung zur Nutzung Eurer Bilder. Diese schicken wir Euch per Mail zu, wenn wir Euren Film erhalten.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Komplettes PDF ansehen

Bremer Frau des Jahres – Hebamme Frauke Schukat

Am 8. März 2021, zum internationalen Frauentag, wird die Hebamme Frauke Schukat vom Bremer Landesfrauenrat als Frau des Jahres 2021 geehrt.

Frauke Schukat betreute, zusammen mit ihrer Kollegin, deutschlandweit die meisten Covid-19-infizierten Schwangeren und Wöchnerinnen.

„Wir freuen uns sehr über die Ehrung unserer Kollegin“ sagt Heike Schiffling, Vorsitzende des Hebammenlandesverbandes Bremen, „Frauke Schukat bringt für die Versorgung der geflüchteten Frauen, neben ihrer Professionalität, auch einen hohen persönlichen Einsatz mit, der weit über die normale berufliche Ausübung hinaus geht.“

Frauke Schukat hat zusammen mit ihren Kolleginnen 2017 in der Erstaufnahme für Geflüchtete (Lindenstraße) eine Hebammensprechstunde aufgebaut, da es dort sehr viele Schwangere, Wöchnerinnen und Mütter mit Säuglingen gab, die dringend Hebammenversorgung benötigten.
Im Frühjahr 2020 gab es über Monate immer wieder Ausbrüche von Covid-Infektionen vor Ort. Auch unter den Schwangeren und Wöchnerinnen gab es ca. 60 Sars-CoV-2-positive Fälle sowie ca. 20 infizierte Säuglinge. Frauke Schukat konnte Ihre Arbeit über Wochen nur in kompletter Schutzausrüstung absolvieren. Für viele waren die Hebammen vor Ort, in der sich immer wieder verlängernden Quarantänezeit, der einzige Kontakt zur Außenwelt. Zu der hohen Arbeitsbelastung, den erschwerten Arbeitsbedingungen durch den Infektionsschutz, kam noch die schlechte psychische Verfassung der Bewohner*innen. Inzwischen ist die Belegungszahl in der Erstaufnahme gesenkt worden und Frauke Schukat besucht die verlegten Familien auch in ihren neuen Unterkünften.

Pressemitteilung als PDF herunterladen

Hebammen – Systemrelevant, nicht nur in der Krise!


Die COVID-19-Pandemie zeigt es deutlich: Die Arbeit der Hebammen bei der Betreuung von Schwangeren, Müttern und ihren Kindern wird bei Verordnungen auf Bundes- und auf Landesebene zu oft ignoriert.
Trotz massiver Bemühungen des Deutschen Hebammenverbandes und seiner Landesverbände gibt es keine verbindliche, bundesweit gültige Regelung freiberuflichen Hebammen medizinische Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen. Einige Bundesländer bieten Hebammen zwar Schutzkleidung an, doch ist hier unklar, wer die Kosten übernehmen wird. So auch im Land Bremen!


Auch erhalten Kinder von Hebammen nicht in allen Bundesländern einen Platz in der Kindernotbetreuung (Das ist im Land Bremen kein Problem).


Im gemeinsamen Beschluss der Regierungschef*innen von Bund und Ländern zur Beschränkung des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie vom 15. April 2020 wurde jedoch die Grundlage dafür geschaffen, dies zu ändern. Jetzt müssen die Landesministerien diesen Beschluss dringend umsetzen.
Wir fordern alle Landesregierungen dazu auf, Hebammen flächendeckend und ausnahmslos in der Umsetzung dieser Regelungen in allen entsprechenden Verordnungen als eigenständige und systemrelevante Berufsgruppe aufzunehmen!
Nur so können wir unsere Arbeit für die Frauen und Familie unter Einhaltung der derzeit bestehenden Sicherheitsbedingungen zur Eindämmung der COVID-19-Epidemie erbringen.


Der Deutsche Hebammenverband und der Landesverband fordern :
Verbindliche Bereitstellung und Zuweisung von medizinischer Schutzausrüstung für Hebammen im klinischen und im ambulanten Bereich!

  • Geregelte Zuständigkeiten örtlicher Behörden bei der Verteilung dieser Schutzausrüstung an Hebammen!
  • Kostenlose Versorgung von Hebammen mit medizinischer persönlicher Schutzausrüstung oder Kostenübernahme durch die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen!
  • Plätze in der Kindernotbetreuung verbindlich auch für Kinder von Hebammen!

Hebammen betreuen Schwangere, Mütter und ihre Kinder in einer der bedeutendsten Lebensphasen. Wie diese Lebensphase erlebt wird, hat einen maßgeblichen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Familienbildung und Familiengesundheit und legt somit den Grundstein für das Zusammenleben künftiger Generationen.

Bereits in den vergangenen Jahren hat sich immer wieder bestätigt, dass diese sensible Lebensphase auch in krisenfreien Zeiten nicht die angemessene gesellschaftliche Beachtung findet. In der „Corona-Krise“ zeigt sich dies nun deutlicher denn je.

Hier finden Sie Informationen vom Deutschen Hebammenverband zum Thema Corona und dem Umgang damit

Deutscher Hebammenverband e. V.
Lietzenburger Str. 53
10719 Berlin
T. 030-3940 677 38
F. 030-3940 677 49
info@hebammenverband.de

Bundesrat stimmt Hebammenreformgesetz zu!

Was gestern noch fraglich erschien, ist heute wahr geworden: Der Bundesrat hat dem Gesetz zur Reform der Hebammenausbildung zugestimmt! Das bedeutet: kein Vermittlungsausschuss und auch kein weiterer Zeitverlust. 
Damit dürfen wir ein historisches Datum in der Geschichte des Hebammenberufes in Deutschland feiern.

Das Gesetz wird nun über die Bundesregierung dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung zugeleitet. Anschließend wird es im Bundesgesetzblatt verkündet. Das Gesetz soll überwiegend zum 1. Januar 2020 in Kraft treten.

Wir freuen uns sehr und danken allen, die sich mit uns und an unserer Seite für das neue Hebammengesetz stark gemacht haben! Unsere Gratulation geht auch an Yvonne Bovermann, Beirätin für den Bildungsbereich im DHV. 
Jetzt geht es an die Umsetzung – wir sind in Bremen mit voller Kraft dabei.

Weitere Informationen zu der Entscheidung finden Sie im Newsletter des Bundesrates: Zum Newsletter

Wir wollen es schriftlich: Gute Geburtshilfe muss gesetzlich verankert werden!

Damit die individuelle und sichere Betreuung von Frauen während der Geburt in Deutschland vom Glücks- zum Regelfall wird, brauchen wir ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Rheinland-Pfalz bringt jetzt als erstes Bundesland eine Bundesratsinitiative ins Rollen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, zeitnah einen Entwurf für ein Geburtshilfestärkungsgesetz vorzulegen, um die Arbeitsbedingungen und die Personalausstattung im Bereich der Geburtshilfe zu verbessern.

Auch im Land Bremen brauchen eine grundlegende Veränderung. Deshalb fordern wir unsere Landesregierung auf, die von Rheinland-Pfalz auf den Weg gebrachte Bundesratsinitiative zu unterstützen!

Der Deutschen Hebammenverbandes (DHV) hat bereits im vergangenen Jahr den Anstoß für ein bundeseinheitliches Geburtshilfe-Stärkungsgesetz gegeben, damit eine Eins-zu-eins-Betreuung durch eine Hebamme für Frauen und Familien auch in Kliniken Standard wird. Um die Arbeitssituation zu verbessern, hat der DHV zwölf Thesen für eine gute klinische Geburtshilfe entwickelt.

Informieren Sie sich hier auf der Seite des Gesundheitsministeriums Rheinland-Pfalz.